Strand nach TsunamiBürgermeister Theo Brauer zu den Massenentlassungen bei Ipsen: “Ich habe immer gehofft, dass wir in Kleve mit einem blauen Auge davon kommen. Aber die Wellen des Tsunami machen vor den Toren Kleves nicht halt.”

Theo, bist du noch ganz gescheit? Zur Erinnerung nennen ich mal die Daten des Tsunami 2004 im Indischen Ozean:

  • mindestens 230.000 Todesopfer
  • über 110.000 zum Teil schwer verletzte Menschen
  • mindestens 1,7 Millionen Menschen obdachlos
  • rund 50.000 Menschen (Kleves Einwohnerzahl) werden vermisst
  • Ausbruch von Typhus und Cholera in den Katastrophengebieten
  • Not und Elend in den betroffenen Regionen bis zum heutigen Tage.
  • schwere Schäden an der Infrastruktur
  • langfristige ökologische und kulturelle Beeinträchtigungen.

Sicher ist der Verlust von 140 Arbeitsplätzen in Kleve schlimm. Insbesondere für die Betroffenen. Dennoch ist ein Vergleich mit den Folgen eines Tsunamis nicht angebracht.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist selbst verursacht. Mit den Folgen ist seit langem zu rechnen. Im Gegensatz dazu hatten die Tsunami-Opfer nicht einmal wenige Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen.

Die Worte des Bürgermeisters sind äußerst geschmacklos. Zukünftig bitte erst denken und dann den Pressevertretern in den Block diktieren!

1 Kommentar

  1. geschrieben am 20. September 2009 um 17:16 Uhr| Permalink

    Wer fragt den nach Gescheitheit in der Politik?
    Es scheint doch jeder froh zu sein, solange sich noch ein Dummer findet der den Job macht. So können sich die Gescheiten doch so praktisch die Hände in Unschuld waschen.
    Es ist doch ein Armutszeugnis für alle Beteiligten, die nach dem Muster leben lieber klotzen anstatt kleckern.
    Dieser Artikel verscheucht doch nur Fliegen wo wir dringend einen Sturm brauchen um neu nachdenken zu können.
    meint rg

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